Welt-Aids-Tag 2025: Solidarität ist unteilbar – Kommunale Präventionsangebote ausbauen

Sascha H. Wagner, MdB

Anlässlich des diesjährigen Welt-Aids-Tages am 1. Dezember 2025 erklärt der Bundestagsabgeordnete Sascha H. Wagner (Die Linke):„Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland ist im letzten Jahr auf ca. 2300 angestiegen und liegt damit laut dem Robert Koch-Institut um 200 Infektionen höher als im Jahr 2023.
Neben dem Anstieg der Neuinfektionen mit HIV stellt das zunehmend nach rechts kippende gesellschaftliche Klima die Präventionsarbeit vor große Herausforderungen. Zielgruppenspezifische Prävention wird zunehmend erschwert, Risikogruppen sind aus Sorge vor Diskriminierung und Ausgrenzung schwerer zu erreichen.   

Gerade jetzt brauchen wir daher eine verbindliche Ausfinanzierung der Präventions- und Aufklärungsangebote sowie den starken gesellschaftlichen Rückhalt aller Demokratinnen und Demokraten für die Arbeit der Aids-Hilfen.
Vor allem im ländlichen Raum müssen leicht zugängliche Testangebote geschaffen bzw. verstärkt angeboten werden. So beispielsweise durch aufsuchende Angebote wie etwa Testmobile.“ 

Wagner weiter: „Die lokalen Aids-Hilfen wie die Aidshilfe Duisburg/Kreis Wesel leisten eine großartige Arbeit. Ihnen gehört nicht nur am Welt-Aids-Tag unser aller Respekt und Dank. Zugleich brauchen derlei Strukturen auch die finanziellen Mittel, um ihre wichtige Arbeit fortzusetzen. Die Aidshilfe Duisburg/Kreis Wesel hat bisher niedrigschwellige Testabende angeboten, im Rahmen derer Menschen sich anonym auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten testen lassen konnten. Die Fortführung dieses Projektes ist jedoch über das Jahr 2025 hinaus akut gefährdet. Jetzt liegt es an den politisch Verantwortlichen, ganz konkret Solidarität zu zeigen und die bestehenden Angebote finanziell abzusichern. Die Linke ist dazu bereit und fordert die anderen Parteien auf, es ihr gleich zu tun.“