Sascha Wagner zum 170. Jahrestag der Befreiung der Roma – Erinnerung verpflichtet zum Kampf gegen Antiziganismus
Krefeld, 20 Februar 2026 – Anlässlich des 170. Jahrestages der Befreiung der Roma aus der Sklaverei in den damaligen Fürstentümern Walachei und Moldau hat der Bundestagsabgeordnete Sascha H. Wagner auf einer Gedenkveranstaltung in Krefeld die historische Verantwortung betont, Diskriminierung entschieden entgegenzutreten und Gleichberechtigung konsequent durchzuziehen.
In seiner Rede erinnerte Wagner daran, dass die Befreiung der Roma im Jahr 1856 zwar das formale Ende einer jahrhundertelangen Versklavung bedeutete, Ausgrenzung und Diskriminierung jedoch bis heute fortbestehen. Über Generationen hinweg seien Roma entrechtet, verkauft und wie Besitz behandelt worden. Ein Unrecht, das viel zu lange verdrängt worden sei.
„Erinnerung darf nicht beim Gedenken stehen bleiben. Sie ist ein politischer Auftrag für die Gegenwart“, erklärte Wagner, Es sei die Verantwortung der Gesellschaft, Antiziganismus klar zu benennen und entschieden zu bekämpfen.
Der Abgeordnete machte deutlich, dass Diskriminierung von Roma auch heute in vielen Bereichen Realität ist, beim Zugang zu Bildung, Wohnraum, Arbeit und Gesundheitsversorgung. Diese Ungleichheit sei kein Zufall, sondern Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse.
Wagner warnte zudem vor politischen Kräften, die gezielt Vorurteile schüren und Minderheiten zu Sündenböcken machen. „Wer Geschichte relativiert oder Diskriminierung verharmlost, greift die Grundwerte unserer Gesellschaft an“, so Wagner.
Für Die Linke ist klar: Erinnerung und soziale Gerechtigkeit gehören untrennbar zusammen. Es brauche konkrete politische Maßnahmen, um Gleichberechtigung tatsächlich zu verwirklichen. Dazu zählen der konsequente Kampf gegen Antiziganismus, der Ausbau von Bildungs- und Aufklärungsarbeit sowie die Stärkung von Teilhabe und Selbstorganisation.
„Formale Freiheit allein reicht nicht aus. Wahre Befreiung bedeutet gleiche Rechte, gleiche Chancen und gleiche Würde für alle Menschen“, betonte Wagner.
Abschließend unterstrich der Bundestagsabgeordnete, dass der Kampf gegen Diskriminierung eine dauerhafte Aufgabe bleibt: „Eine Gesellschaft, die die Würde aller Menschen schützt, ist stärker als jede Ideologie der Ausgrenzung“.
