Erinnerung an Massaker von Dersim
Vor 89 Jahren verübte die damalige türkische Regierung in der Region Dersim im Zuge eines Kurdenaufstands Massaker gegen Rebellen und Zivilisten. Der Dersim-Aufstand, auch bekannt als der Genozid von Dersim, war ein entscheidender Moment in der Geschichte der türkischen Republik. Im Jahr 1937/38, nach der Niederschlagung des Scheich-Said-Aufstands, wurde der Dersim-Aufstand der letzte große Kurdenaufstand in der Türkei. Die Ereignisse fanden in der Region Dersim statt, die heute der Provinz Tunceli entspricht, und wurden von den Eliten der sogenannten Dersim-Kurden angeführt. Die türkische Regierung schlug die Revolte mit massiver Gewalt gegen Rebellen sowie Zivilistinnen und Zivilisten nieder, wobei zahlreiche Bewohner aus ihren Dörfern vertrieben und anschließend zerstört wurden. Die Zahl der Todesopfer wird auf mehr als 10.000 geschätzt, während die UCLA-Untersuchung mindestens 46.000 bis 63.000 Todesopfer ergibt. Die Regierung entschuldigte sich 2011 für die Massaker und räumte 13.806 Todesopfer ein.
Anlässlich des Massakers erinnert die Fraktion Die Linke im Bundestag an die Opfer dieses Verbrechens.

