Worauf stützt die Bundesregierung ihre Neubewertung eines "günstigen Erhaltungszustands" des Wolfs?
Frage an die Bundesregierung:
Auf welche neuen wissenschaftlichen Daten, methodischen Änderungen oder fachlichen Neubewertungen stützt die Bundesregierung ihre Meldung eines „günstigen Erhaltungszustands“ des Wolfes für die atlantische und kontinentale Region im Jahr 2025, obwohl der zugrunde liegende fachliche Berichtsentwurf des Bundesamts für Naturschutz für diese Regionen keinen günstigen Erhaltungszustand festgestellt hat?
Antwort:
Grundlage für die im Jahr 2025 erfolgte Bewertung des Erhaltungszustands des Wolfs in der atlantischen und kontinentalen biogeografischen Region ist eine fachlich begründete Empfehlung einer Mehrheit der Bundesländer, die sich zuvor in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum Wolf beraten hatten und dabei auch aktuelle Bestandsdaten hinzugezogen haben.
Die Länder empfehlen mehrheitlich, auch für die kontinentale biogeographische Region die für die Erhaltungszustandsbewertung zentralen Parameter Population, Habitat und Zukunftsaussichten als günstig zu bewerten.
Hintergrund ist die Bewertung der Länder, dass aufgrund der aktuellen Daten entsprechend der Definition der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Wolf
- ein lebensfähiges Element des natürlichen Lebensraumes bildet und
langfristig bilden wird, - ein genügend großer Lebensraum vorhanden ist und weiterhin
vorhanden sein wird und - die positive Bestandsentwicklung nicht gefährdet ist und nicht
gefährdet sein wird.
Die Länder haben bei ihrer Empfehlung u. a. offizielle, öffentlich verfügbare Daten zur Bestandsdynamik zum Wolf sowie aktuelle wissenschaftliche Studien berücksichtigt.
