Anwerbung von US-Wissenschaftlern als Fachkräfte
Frage an die Bundesregierung:
Stellt die Bundesregierung für die Jahre 2025 und 2026 finanzielle Mittel zur Verfügung, um gezielt US-Wissenschaftler als Fachkräfte anzuwerben, und wenn ja, welche finanziellen Mittel aus welchen konkreten Haushaltstiteln (bitte einzeln nach Jahren auflisten), und unterstützt die Bundesregierung Initiativen wie beispielsweise das "Meitner-Einstein-Programm", das unter dem Motto "100 kluge Köpfe für Deutschland" unter der Wissenschaftspolitik von Präsident Donald Trump leidende US-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für eine neue Forschungsheimat in der Bundesrepublik anwerben will (wenn ja, bitte einzeln auflisten, wenn nein, warum nicht)?
Antwort:
Die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Deutschland mit seiner im Grundgesetz verankerten Wissenschaftsfreiheit, seinen exzellenten Forschungsinfrastrukturen und vielfältigen Karriereperspektiven bietet internationalen Forschenden in Deutschland einen sicheren Hafen der Forschungsfreiheit. Das 1000-Köpfe-Plus-Programm schafft hierfür weitere Karriereperspektiven im deutschen Wissenschaftssystem. 1000-Köpfe-Plus ist offen für Bewerbungen aus der ganzen Welt und nicht spezifisch auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einzelner Länder gerichtet. Es setzt auf renommierte Programme der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auf. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) flankiert das Programm mit strukturellen Maßnahmen für internationale Masterstudierende und Promovierende.
Wegen dieses umfassenden Ansatzes unter Einbindung von AvH, DFG und DAAD stellt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) für die Jahre 2025 und 2026 keine spezifischen finanziellen Mittel zur Verfügung, um gezielt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den USA als Fachkräfte anzuwerben. Ziel ist es vielmehr, die langjährige, enge und vertrauensvolle Forschungskooperation mit den USA, die geprägt ist durch die exzellenten Forschenden und Wissenschaftseinrichtungen auf beiden Seiten des Atlantiks und ihre vielfältigen Partnerschaften, zu bekräftigen und die Netzwerke in die USA auf allen Ebenen zu stabilisieren und weiter auszubauen.
